kurz gesagt

stuhl tisch kaffee
computer kopf herz
fenster natur vögel
augen reiz impuls
bewegung gedanken
gefühl wachsen
worte zu einem
gedicht

[(c) grossstadtpoetin]

innen

ich widerspreche mir
in mir
stehen
die widersprüche
sich gegenüber
und fechten
einen kampf in mir aus
zwischen dem einen
zwischen dem anderen
geht es hin und her
um eine lösung
zu finden
die noch nicht weiß
ob es sie gibt

[(c) grossstadtpoetin]

—-
inspiriert durch einen beitrag von matthias thurau auf seinem blog
Mehr als Vernunft
über innere widersprüche und den umgang damit

daheim

heute war ich den ganzen tag
in der wohnung
ich habe nicht einen fuß
auf die straße gesetzt
das fenster hatte ich
die meiste zeit geöffnet
und sonne hinein gelassen
ins zimmer
radio habe ich nicht gehört
auch keine nachrichten
im fernsehen angesehen
ich habe die wäsche gefaltet
sie in den schrank eingeräumt
ich habe in ruhe gegessen
ich habe die blumen gegossen
es war so angenehm still und
in alldem lag nichts bedrohliches

[(c) grossstadtpoetin]

möglichkeiten

in einem gedicht kann man
sich aufhalten
ohne dass einem kalt wird
auch wenn es darin regnet
braucht man keinen schirm
man kann im gedicht
herumtoben hüpfen sitzen
oder schreien und warten
ob ein echo kommt
man kann in einem gedicht
kaffee kochen oder spinat
essen lachen schlafen oder
sich vorstellen
es sei ein schmetterling
man kann es aber auch
einfach nur lesen

[(c) grossstadtpoetin]