brüche bewältigen, damit sie nicht überwältigen.

die entmutigung als innerer zustand, wenn es den gibt,
gibt es meist noch etwas anderes: brüche. brüche?
brüche, das heißt, gebrochenes tun, unterbrochenes
umsetzen von ideen und plänen, weggebrochene wärme,
unterlassenes wohltuendes.
manchmal bricht innerlich etwas weg. als liefe ich blind
in eine dunkle gasse und finde nicht heraus. dann sitze
ich dort und fürchte mich. ich schreie nicht, ich rufe nicht,
ich denke: ich bin allein und niemand wird mich hören.
das ist der zustand der entmutigung, der meine sinne
verwirrt.
diese brüche, sind hinweis auf innere stellen, die beachtet
werden wollen, damit es weiter geht. kontinuierlich wieder
tun, was ich tat, vor dem umschwung. das heißt brüche
bewältigen, damit sie nicht überwältigen.
ich habe gerade eine brüchige stelle passiert, mehr nicht.
es gibt einen weg heraus, wenn es einen hinein gibt.
ich bin nicht allein und ich kann mir helfen. ich komme
wieder in bewegung. damit kehrt die kraft zurück und die
entmutigung weicht.

[(c) grosstadtpoetin]

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geduld

manchmal,
wenn etwas endet, entsteht
eine leere in uns. die kann
sich anfühlen wie schmerz,
wie verloren sein.
wir werden zurück geworfen
auf uns selbst. in der ruhe
besinnen auf das, was wirklich
zählt. die leere ist übergang
und schwelle zu etwas neuem.

[(c) grosstadtpoetin]

gemeinsam

gestern sah ich einen mann
blätter fegen
der große baum hatte ihm
in die hände gespielt nur
ein kleiner blätterhaufen
lag noch auf der straße
den packte er in eine karre
fuhr ihn fort kam zurück
und setzte sich
zufrieden unter den baum

[(c) grosstadtpoetin]

29. Impuls frapalymo: „sichtbare spuren“