geschichtenerzähler

die bäume erzählen mir
ihre geschichte
jeden morgen öffnen sie
ein weiteres kapitel
voller frischer blätter
frühlingsfroh locken sie
zusammen mit der sonne
menschen in die straßen

[(c) grossstadtpoetin]

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schritte

manchmal wenn du mir nahe kommst
mit deinen worten
dann flüchtet etwas in mir
fort von dir
ich verstecke mich dann
in meinem kopf
hinter sätzen über die welt
während etwas anderes
in mir flüstert
hab mut schau hin und bleibe

[(c) grossstadtpoetin]

schritt für schritt

auf dem weg zu dir
stürze ich
immer wieder
über trümmer
der vergangenheit

ich nehme mir zeit
die wunden zu heilen

auf dem weg zu dir
gehe ich
immer achtsamer
denn ich möchte das
mit dir genießen

ich nehme mir zeit
für dich und mich

[(c) grossstadtpoetin]

ruhezeiten

manchmal nur allein sein wollen
mit sich und seinem glück
seinen bildern und wunden
gefühlen und gedanken
spazieren gehen in ruhe
dem nachgehen
was in einem vorgeht
es betrachten
es fühlen
es hin und her bewegen
alles und sich darin
wieder neu finden
und dann wieder zurück
zu den anderen mit sich

[(c) grossstadtpoetin]

grenzen

ich laufe gegen
meine eigenen grenzen
spüre hier und da das ende
von sprache und handeln
ich laufe wände entlang
mit hammer und meißel
möchte ich hindurch doch
es geht nicht ich sitze
an meinen grenzen
und übe mich in geduld
ich bin auf der suche
nach offenen türen
in mir

[(c) grossstadtpoetin]

größer

die bäume grüßen
als ich den wald betrete
wedeln sie mit ihren ästen
zu mir hin ich
gehe auf einen zu
umarme den baum und
er umarmt mich
wir lauschen einander
sagen was wir fühlen
und wissen wir sprechen
vom geborgensein
im augenblick
so bleiben wir eine weile
inniglich miteinander
verbunden

[(c) grossstadtpoetin]