liebevoll

heute nacht höre ich
nur ein kleines flüstern
tief in mir hoffe ich
dass sich deines
nur etwas ausruht
von allem um sich später
wieder mit meinem
zu verbinden uns beide
stärkt und wir wieder
gemeinsam zur sprache
und zu uns zurück finden

[(c) grosstadtpoetin]

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hoffnung

das sind wir gestern
heute und morgen zwei
die darüber schweigen
wie sehr wir einander
fühlen und vermissen
gestern heute und morgen
hoffe ich dass wir zwei
wieder die werden die
wieder darüber sprechen
wie sehr wir einander
vermissen gestern
heute und morgen

[(c) grosstadtpoetin]

fangen

wir haben unsere
netze ausgeworfen
sind miteinander
vernetzt uns bald
ins netz gegangen
wir fangen uns ein
wir fangen in uns
miteinander an
– wir sind
ein guter fang

[(c) grosstadtpoetin]


tag 6 der #frapalywo wenden wir uns den gaben des wassers zu und tischen mächtig auf. der impuls lautet: „fangfrisch“.

strecken

der abgefahrene zug
ich winke ihm
entschlossen hinterher
in der hand noch
mein taschentuch weiß

lieber durch diesen
kleinen schmerz
als den großen
dauernd zu fühlen

im uferlosen
bemühen
um den anderen
der nicht weiß
was er will

[(c) grosstadtpoetin]


impuls für text 5 nimmt uns mit an den scheideweg zwischen halt und weite, zwischen fest und flüssig, zwischen greifbar und endlos. er lautet: „uferlos“.
hauptthema der woche lautet „wasser und weite“. ist uferlosigkeit segen oder fluch, schön oder erschreckend, gut oder bedrohlich für euch?

der ozean singt sein lied

geräuschvoll schieben sich
die wellen ans ufer
mit den füßen stehe ich
im wasser lausche dem gesang
der brandung ich summe
die melodie der wellen
im stillen beobachte ich
das spiel des wassers
es klingt nach kraft
die sich äußert in
lebendigkeit

[(c) grosstadtpoetin]


tag 4, text 4 nimmt uns mit auf die geräuschebene und lautet schlicht: „brandung“.